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Content Creator für Unternehmen: intern oder Agentur?

Content Creator für Unternehmen: Kamera, Handy und drei Wege im Vergleich

Immer mehr KMU merken: Ohne regelmässige Videos auf Instagram, TikTok oder LinkedIn wird man übersehen, von Kunden und von Bewerbern. Also braucht es jemanden, der das macht. Die Frage ist nur, wer. Einen Content Creator für Unternehmen kann man selbst anstellen, als Freelancer buchen oder über eine Agentur einkaufen. Dieser Beitrag vergleicht die drei Wege für KMU in Winterthur und Zürich.

Vorweg, damit Sie es einordnen können: Wir sind eine dieser Agenturen. Wir versuchen trotzdem, fair zu vergleichen. Für manche Betriebe ist eine eigene Stelle klar die bessere Lösung.

Was ein Content Creator für ein Unternehmen eigentlich macht

Content Creation klingt nach «ab und zu ein Video drehen». In Wirklichkeit sind es mehrere Berufe in einem: Ideen finden, die zur Zielgruppe passen. Filmen, mit gutem Licht und sauberem Ton. Schneiden, mit einem Einstieg, der in den ersten Sekunden hält. Texte und Untertitel schreiben. Veröffentlichen, auf Kommentare antworten und jeden Monat auswerten, was funktioniert hat.

Wer einen Content Creator sucht, sucht also selten nur eine Person mit Kamera. Gesucht ist jemand, der regelmässig liefert und dabei weiss, warum ein Video funktioniert oder nicht.

Weg 1: Einen Content Creator intern anstellen

Was dafür spricht: Die Person ist jeden Tag im Betrieb, kennt die Leute und sieht die Geschichten, die sich spontan ergeben. Kurze Wege, schnelle Reaktion, viel Material.

Was dagegen spricht: Eine Person muss Ideen, Dreh, Schnitt, Text und Auswertung gleichzeitig gut können. Das ist selten. Dazu kommen Ausrüstung und Software, und der Lohn läuft das ganze Jahr, auch wenn gerade wenig zu zeigen ist. Bei Ferien, Krankheit oder Kündigung steht der Kanal still.

Passt für: Betriebe, die jeden Tag Inhalte brauchen und genug Arbeit für eine ganze Stelle haben, etwa grössere Händler, Gastronomie mit mehreren Standorten oder Marken mit eigenem Onlineshop.

Weg 2: Einen freien Content Creator buchen

Dazu gehören auch sogenannte UGC Creator, die Videos im Stil von Kundenvideos drehen, oft mit dem Handy.

Was dafür spricht: flexibel, ohne feste Bindung, oft sehr nah an dem, was auf der Plattform gerade funktioniert. Für einzelne Kampagnen oder Produktvideos eine gute Wahl.

Was dagegen spricht: Gute Freelancer sind ausgebucht, und die Qualität schwankt von Person zu Person. Strategie, Werbung und Auswertung sind meist nicht dabei. Sie bekommen Videos, aber niemand sorgt dafür, dass sie zusammen etwas bewirken. Klären Sie ausserdem die Nutzungsrechte schriftlich, besonders wenn ein Video später als Werbung laufen soll.

Passt für: Betriebe, die selbst wissen, was sie zeigen wollen, und nur die Umsetzung einkaufen.

Weg 3: Content Creator über eine Agentur

Was dafür spricht: Planung, Dreh, Schnitt, Veröffentlichung und Auswertung kommen aus einer Hand. Oft gehören auch Werbung und Recruiting dazu, also Stelleninserate und Bewerbungsseiten. Fällt jemand aus, läuft der Kanal trotzdem weiter. Sie müssen niemanden einstellen und keine Ausrüstung kaufen.

Was dagegen spricht: Eine Agentur ist nicht jeden Tag im Betrieb. Spontane Momente verpasst sie, wenn niemand Bescheid gibt. Und es braucht eine monatliche Zusammenarbeit, nicht nur einen einzelnen Auftrag. Social Media wirkt erst über Monate.

Passt für: KMU, die regelmässig sichtbar sein wollen, aber weder Zeit noch Know-how haben, das selbst aufzubauen.

Die Mischform, die oft am besten funktioniert

Viele Betriebe fahren am besten mit einer Kombination. Jemand im Team hält mit dem Handy kurze Momente aus dem Alltag fest: ein neues Fahrzeug, ein fertiges Projekt, das Team beim Znüni. Die Agentur oder der Freelancer plant, produziert die wichtigen Videos und macht aus dem Handymaterial zusätzliche Posts. So entsteht Regelmässigkeit, ohne dass jemand intern alles können muss.

Woran Sie einen guten Content Creator erkennen

Egal welcher Weg: Fragen Sie nicht nur nach schönen Beispielen, sondern nach Ergebnissen. Was hat ein Video bewirkt, mehr Anfragen, mehr Bewerbungen, mehr Besucher? Ein guter Content Creator denkt in Zielen und Zielgruppen, nicht nur in Bildern. Er liefert mehrere Varianten für den Einstieg eines Videos, weil die ersten Sekunden über alles entscheiden. Und er sagt Ihnen ehrlich, wenn ein Kanal für Ihren Betrieb nichts bringt.

Content Creation ist ein Handwerk, das man lernen kann. Unser Inhaber Enis Shaqiri hat dazu den Master «Content Creation and Online Marketing» gemacht.

Drei Fragen, bevor Sie entscheiden

Wie oft brauchen Sie neue Inhalte: täglich, wöchentlich oder ein paarmal im Monat?

Wer bei Ihnen hat Zeit, Ideen zu liefern und Videos freizugeben?

Geht es nur um Videos, oder auch um Werbung, Bewerbungen und Auswertung?

Wenn Sie täglich Inhalte brauchen und jemand im Team Lust darauf hat, lohnt sich eine eigene Stelle. Wenn es um einzelne Videos geht, reicht ein Freelancer. Wenn es um regelmässige Sichtbarkeit mit Plan geht, ist eine Agentur meist der einfachste Weg. Wie sich Videoproduktionen im Vergleich schlagen, steht im Beitrag Videoagentur, Freelancer oder selber filmen?. Welches Format zu Ihnen passt, im Beitrag Imagefilm oder Social Media Videos.

Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg für Ihren Betrieb passt: Wir schauen es in einem 30-minütigen Gespräch gemeinsam an, auch wenn die Antwort am Ende «stellen Sie selbst jemanden ein» lautet.

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Autor: Enis Shaqiri, Inhaber MARU Studio, Winterthur (MA Content Creation & Online Marketing)